Glossar
KIM – Kommunikation im Medizinwesen
KIM – Kommunikation im Medizinwesen
KIM (Kommunikation im Medizinwesen) ist der sichere E-Mail-Dienst der Telematikinfrastruktur, über den medizinische Dokumente verschlüsselt zwischen Leistungserbringern ausgetauscht werden. KIM ist der standardisierte Weg für die elektronische Kommunikation im Gesundheitswesen.
Arztbriefe, Befunde, elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen oder Abrechnungsunterlagen müssen auf einem sicheren Weg übermittelt werden. KIM stellt diesen Weg bereit: Es funktioniert wie ein E-Mail-Dienst, bei dem die Nachrichten jedoch Ende-zu-Ende verschlüsselt und die Kommunikationspartner über die Telematikinfrastruktur (TI) eindeutig identifiziert sind. Die zugrunde liegenden sicheren Dienste werden von der gematik zugelassen.
Technisch benötigt eine Praxis für KIM den TI-Anschluss, eine KIM-Adresse sowie die Authentifizierung über Heilberufsausweis (HBA) und Praxisausweis (SMC-B). Erst diese Komponenten stellen sicher, dass eine Nachricht tatsächlich von der angegebenen Praxis stammt und nur vom berechtigten Empfänger gelesen werden kann.
KIM ist der Transportweg für zahlreiche digitale Anwendungen. Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) etwa wird über KIM an die Krankenkasse übermittelt, und auch elektronische Arztbriefe nutzen diesen Kanal. Für die Praxis ist KIM damit das Rückgrat des sicheren Dokumentenaustauschs im vernetzten Gesundheitswesen.
Verwandte Begriffe sind die Telematikinfrastruktur (TI), der Heilberufsausweis (HBA) und der Praxisausweis (SMC-B).
Die digitale Kommunikation der Praxis behandelt die Weiterbildung zur Fachkraft für ambulante Abrechnung (IHK).
FAQ
Wofür wird KIM genutzt?
Für den verschlüsselten Austausch medizinischer Dokumente zwischen Leistungserbringern – etwa elektronische Arztbriefe, Befunde und die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) an die Krankenkasse. KIM ist der standardisierte, sichere Nachrichtendienst der Telematikinfrastruktur.
Was braucht eine Praxis für KIM?
Den Anschluss an die Telematikinfrastruktur, eine KIM-Adresse sowie die Authentifizierung über Heilberufsausweis (HBA) und Praxisausweis (SMC-B). Diese Komponenten gewährleisten die eindeutige Identität der Kommunikationspartner und die Verschlüsselung der Nachrichten.
Quellenverzeichnis
gematik. (2026). KIM – Kommunikation im Medizinwesen. https://www.gematik.de/anwendungen/kim
Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch. § 311 Aufgaben der Gesellschaft für Telematik. https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__311.html
Zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026 | Geprüft von: Dominik Lindner, Leitender ärztlicher Medizincontroller, PKM
