FAQ - Klinischer Case Manager
Häufige Fragen zu Berufsbild, Gehalt und Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK)
Klinisches Case Management ist die fallbezogene Steuerung des gesamten Behandlungsverlaufs im Krankenhaus, von der Aufnahme bis zur Entlassung und Nachsorge. Hier beantworten wir die häufigsten Fragen zu Aufgaben, Voraussetzungen, Gehalt, Dauer, Kosten und Förderung der Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK).
Stand: September 2026
Wie wird man klinischer Case Manager?
Klinischer Case Manager wird man in der Regel über eine berufsbegleitende Weiterbildung, zum Beispiel die Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK). Typisch ist eine medizinische oder pflegerische Ausbildung, Berufserfahrung im Krankenhaus und idealerweise Wissen in der DRG-Kodierung.
Der Weg in drei Schritten:
Grundlage schaffen: medizinische, pflegerische oder kaufmännische Ausbildung im Gesundheitswesen und Praxis im Krankenhaus.
Weiterbildung absolvieren: Bei PKM umfasst sie elf ganztägige Module im Live-Webinar über rund vier Monate.
IHK-Prüfung bestehen: Nach der Online-Prüfung erhalten Sie das Zertifikat der IHK Köln „Klinische/r Case Manager/in (IHK)“.
Viele Case Manager kommen aus der Pflege oder der klinischen Kodierung. IHK-Zertifikate haben in den Personalabteilungen deutscher Krankenhäuser einen hohen Stellenwert.
Was macht ein klinischer Case Manager?
Ein klinischer Case Manager steuert den Behandlungsablauf eines Patienten im Krankenhaus von der Aufnahme bis zur Entlassung. Ziel ist eine leitliniengerechte, gut abgestimmte Versorgung innerhalb der wirtschaftlich vorgegebenen Verweildauer.
Zu den typischen Aufgaben gehören:
Fallselektion und Assessment bei Aufnahme
Planung von Diagnostik, Therapie und Verweildauer auf Basis der Arbeits-DRG
Abstimmung zwischen ärztlichem Dienst, Pflege, Sozialdienst und Therapeuten
Entlassmanagement und Organisation der Nachsorge
Kommunikation mit Kostenträgern und dem Medizinischen Dienst (MD)
Dokumentation, Monitoring und Evaluation der Fälle
So werden Patienten optimal versorgt und können zügig und sicher entlassen werden.
Was ist der Unterschied zwischen Case Management und Entlassmanagement?
Entlassmanagement ist ein Teil des Case Managements. Es ist für Krankenhäuser gesetzlich vorgeschrieben (§ 39 Abs. 1a SGB V) und regelt den Übergang in die Anschlussversorgung, etwa Reha, Pflege, Hilfsmittel oder Arzneimittel.
Klinisches Case Management reicht weiter. Es steuert den gesamten Behandlungsverlauf von der Aufnahme über Diagnostik und Therapie bis zur Entlassung und Nachsorge und berücksichtigt dabei die Verweildauer nach DRG-System.
Entlassmanagement: Fokus auf die Entlassung und Anschlussversorgung
Case Management: Fokus auf den ganzen Fall, medizinisch und wirtschaftlich
Was verdient ein Case Manager?
Case Manager verdienen in Deutschland im Median rund 45.000 bis 50.000 Euro brutto im Jahr. Der Einstieg liegt meist bei knapp 39.000 Euro, mit Erfahrung sind mehr als 55.000 Euro möglich.
StepStone (2026): Median 45.400 Euro, Spanne 38.700 bis 55.400 Euro
GEHALT.de: Median 50.448 Euro, mittlere Hälfte 46.427 bis 58.546 Euro
Die Höhe hängt vor allem von Vorbildung, Zusatzqualifikationen wie einem IHK-Zertifikat, Berufserfahrung, Region und Träger ab. In Krankenhäusern des öffentlichen Dienstes richtet sich die Vergütung nach dem jeweiligen Tarifvertrag (TVöD oder TV-L).
Quellen: StepStone Gehaltsreport und GEHALT.de, abgerufen im September 2026.
Wer kann an der Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK) teilnehmen?
Für die Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK) gibt es keine formalen Zulassungsvoraussetzungen. Empfehlenswert sind eine medizinische oder pflegerische Ausbildung und Berufserfahrung im Krankenhaus. Besonders gut vorbereitet sind Teilnehmende mit abgeschlossener Weiterbildung zur Medizinischen Kodierfachkraft (IHK).
Die Weiterbildung richtet sich unter anderem an:
Pflegekräfte
Kodierfachkräfte und medizinische Dokumentationsfachkräfte
Medizincontroller
Case Manager, die ihr Wissen um DRG und Abrechnung erweitern möchten
Kaufleute im Gesundheitswesen und Gesundheitsökonomen
Eine Pflegeausbildung ist also keine Pflicht. Auch Quereinsteiger mit kaufmännischem Hintergrund im Gesundheitswesen können teilnehmen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK)?
Die Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK) dauert bei PKM rund vier Monate. Sie besteht aus elf ganztägigen Modulen im Live-Webinar, jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr. Da die Module über mehrere Monate verteilt sind, lässt sich die Weiterbildung gut mit dem Beruf verbinden.
Ergänzend steht eine Lernplattform für das Selbststudium zur Verfügung. Aktuelle Termine finden Sie auf der Seite zur Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK).
Welche Inhalte vermittelt die Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK)?
Die Weiterbildung vermittelt klassisches Case Management in Verbindung mit DRG-System und Kodierung. Die Schwerpunkte sind:
Berufsbild und gesetzliche Grundlagen des Case Managements
Einführung in Kodierung und DRG-System
Instrumente des Fallmanagements: Fallselektion, Assessment, Kontraktmanagement, Monitoring, Evaluation
Entlassmanagement unter aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und Nachsorge
Dokumentation, internes und externes Qualitätsmanagement
Kennziffern, klinische Prozesse und Kosten-Nutzen-Analyse
Regressanfragen der Kostenträger und Kommunikation mit dem Medizinischen Dienst
Wie läuft die IHK-Prüfung ab?
Die IHK-Prüfung ist eine schriftliche Online-Prüfung mit Multiple-Choice-Fragen. Sie dauert 90 Minuten und findet direkt im Anschluss an den Kurs statt. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie das Zertifikat der Industrie- und Handelskammer Köln: Klinische/r Case Manager/in (IHK).
Was kostet die Weiterbildung und welche Förderung gibt es?
Die Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK) kostet bei PKM 3.300 Euro (Gesamtpreis, Stand September 2026). Es gibt mehrere Möglichkeiten zur Förderung und Entlastung:
Bildungsscheck NRW wird akzeptiert
Bezahlter Bildungsurlaub nach dem Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz ist möglich, da PKM nach AZAV zertifiziert ist
Kostenlose Ratenzahlung über sechs Monate per Lastschrift
Als berufliche Weiterbildung in voller Höhe steuerlich absetzbar
Eine Förderung über den Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist nicht möglich.
Was unterscheidet die IHK-Weiterbildung bei PKM von anderen Case-Management-Weiterbildungen?
Die IHK-Weiterbildung bei PKM verbindet klassisches Case Management mit dem DRG-System. Viele Case-Management-Weiterbildungen behandeln Abrechnung und Kodierung kaum. Bei PKM lernen Sie, das ökonomische Behandlungszeitfenster (Arbeits-DRG) schon bei der Aufnahme zu bestimmen und den Fall danach zu steuern.
Die wichtigsten Merkmale:
Abschluss mit Zertifikat der IHK Köln: Klinische/r Case Manager/in (IHK)
Inhalte zu DRG-System, Kodierung, MD-Kommunikation und Regressanfragen der Kostenträger
Elf ganztägige Module im Live-Webinar, ortsunabhängig
Dozenten aus der Klinikpraxis, u. a. Mithun Santhakumar (Leiter der PKM-Akademie), Alexander Straube und Dominik Lindner (ärztlicher Medizincontroller)
PKM ist nach AZAV zertifiziert
Alle Details finden Sie auf der Seite zur Weiterbildung zum klinischen Case Manager (IHK).
