FAQ - Medizininformatiker
Medizininformatiker (IHK): Aufgaben, Inhalte, Kosten und Förderung
Die IHK-Weiterbildung für angehende Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker bei PKM umfasst 10 Live-Module an 10 Seminartagen, findet überwiegend online statt und kostet 3.500 €. Sie vermittelt praxisnahes Wissen zu Krankenhausinformationssystemen (KIS), Interoperabilität, Datenschutz, Change-Management und KI im Gesundheitswesen. IT-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
Was ist ein Medizininformatiker (IHK) und was macht er?
Medizininformatikerinnen und Medizininformatiker (IHK) arbeiten an der Schnittstelle von Medizin, IT und Organisation. Sie sorgen dafür, dass IT-Systeme in Kliniken, Praxen und bei Kostenträgern zuverlässig zusammenarbeiten und medizinische Daten sicher und sinnvoll genutzt werden. Typische Aufgaben sind:
Betreuung und Weiterentwicklung von Krankenhausinformationssystemen (KIS) und Subsystemen
Planung und Steuerung von Digitalisierungsprojekten
Sicherstellung von Interoperabilität, Datenschutz und IT-Sicherheit
Vermittlung zwischen ärztlichem Dienst, Pflege, Verwaltung und IT
Bewertung und Einführung von KI-Anwendungen
Was ist der Unterschied zwischen dem Medizininformatiker (IHK) und einem Studium der Medizininformatik?
Ein Studium der Medizininformatik (Bachelor oder Master) dauert mehrere Jahre und bildet für Entwicklung und Forschung aus. Die IHK-Weiterbildung bei PKM ist ein berufsbegleitender Zertifikatslehrgang mit 10 Seminartagen. Er richtet sich an Berufstätige aus Klinik, Praxis, IT und Beratung, die an der Schnittstelle von Medizin und IT Verantwortung übernehmen wollen, und schließt mit einem IHK-Zertifikat ab, nicht mit einem akademischen Grad.
Was lerne ich in der IHK-Weiterbildung zum Medizininformatiker?
Die Weiterbildung besteht aus 10 Modulen:
Gesundheitspolitik, Recht, Datenschutz und DSGVO
IT-Grundlagen und Infrastruktur
Medizinische Daten, Datenbanken, SQL und Klassifikationen (ICD, OPS, DRG)
Softwareentwicklung, IT-Sicherheit und Qualitätsmanagement
KIS, Subsysteme und Interoperabilität (HL7, FHIR, DICOM)
Change-Management I
Change-Management II und Digitale Transformation I
Digitale Transformation II: Projektmanagement und digitaler Reifegrad
KI, Machine Learning, klinische Entscheidungsunterstützung (CDSS) und regulatorische Anforderungen
KI und Robotik: Zukunftstrends und ethische Aspekte
Welchen Nutzen bietet mir die IHK-Qualifikation im Berufsalltag?
Sie verstehen, wie KIS, Subsysteme und Telematikinfrastruktur zusammenspielen, und können Digitalisierungs- und KI-Projekte fachlich mitgestalten. Konkret lernen Sie, Anforderungen zwischen Medizin und IT zu übersetzen, Schnittstellen nach HL7, FHIR und DICOM einzuordnen, Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen umzusetzen und Veränderungen im Team mit Change-Management zu begleiten.
Wer ist die Zielgruppe der IHK-Weiterbildung?
Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Führungskräfte an der Schnittstelle von Medizin, IT und Management, insbesondere an:
Mitarbeitende aus Krankenhaus und Praxis
IT-Fachkräfte im Gesundheitswesen
Gesundheits- und Pflegefachpersonen
Medizincontrollerinnen und Medizincontroller
Projektmanagerinnen und Projektmanager sowie Beraterinnen und Berater
Welche Voraussetzungen und IT-Vorkenntnisse brauche ich?
Es gibt keine formalen Zugangsvoraussetzungen. Auch spezifische IT-Vorkenntnisse sind nicht erforderlich: Die technischen Grundlagen werden verständlich vermittelt, sodass Einsteigerinnen und Einsteiger ebenso profitieren wie erfahrene IT-Fachkräfte.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum Medizininformatiker und wann finden die Seminare statt?
Die Weiterbildung umfasst 10 Seminartage, die sich über rund sechs Wochen verteilen. Unterricht ist jeweils freitags und samstags von 09:00 bis 16:30 Uhr. Die IHK-Prüfung folgt etwa eine Woche nach dem letzten Seminartag. Die aktuellen Termine finden Sie auf der Kursseite zur Weiterbildung Medizininformatiker (IHK).
Findet die Weiterbildung online oder in Präsenz statt?
Das Format ist hybrid: Die Module 1 und 2 können Sie wahlweise vor Ort in Köln oder als Live-Webinar besuchen. Die Module 3 bis 10 finden ausschließlich live-online statt.
Wie läuft die IHK-Prüfung ab?
Die Weiterbildung schließt etwa eine Woche nach dem letzten Seminartag mit einer 90-minütigen schriftlichen Multiple-Choice-Prüfung ab, die online abgelegt wird. Nach bestandener Prüfung erhalten Sie das IHK-Zertifikat.
Was kostet die Weiterbildung zum Medizininformatiker (IHK)?
Die Weiterbildung kostet bei PKM 3.500 € (Gesamtpreis). Auf Wunsch zahlen Sie in 6 kostenlosen Monatsraten per Lastschrift. Beruflich veranlasste Weiterbildungskosten sind in der Regel als Werbungskosten steuerlich absetzbar.
Wird die Weiterbildung gefördert, welche Fördermittel gibt es?
Ja, folgende Möglichkeiten gibt es:
Bildungsscheck 2.0 NRW: 50 % der Kurskosten, maximal 500 €, für Personen mit Wohnsitz in NRW und einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 50.000 € (100.000 € bei gemeinsamer Veranlagung). Der Antrag muss vor Kursbeginn gestellt werden.
Bildungsurlaub: in vielen Bundesländern möglich. PKM stellt auf Anfrage die erforderliche Bescheinigung für den Arbeitgeber aus.
Arbeitgeberfinanzierung: Viele Kliniken und Unternehmen übernehmen die Kosten ganz oder teilweise.
Ein Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist für diese Weiterbildung nicht möglich.
Welche beruflichen Perspektiven eröffnet mir der Medizininformatiker (IHK)?
Absolventinnen und Absolventen qualifizieren sich für Schnittstellenfunktionen zwischen Medizin, Pflege, Verwaltung und IT, zum Beispiel im IT-Projektmanagement von Krankenhäusern, in der Fachadministration medizinischer IT-Systeme, im Datenmanagement oder im Digital-Health-Consulting. Gefragt sind diese Kompetenzen in Kliniken, Praxen und bei Kostenträgern ebenso wie bei Software- und Medizintechnikunternehmen. Wer sich zusätzlich für Erlössicherung interessiert, findet Informationen in unseren FAQ zur Weiterbildung Medizincontroller (IHK).
Wer sind die Dozenten der IHK-Weiterbildung?
Die Lehrenden sind Expertinnen und Experten aus Medizin, Informatik, Medizincontrolling und Softwareentwicklung:
Mithun Santhakumar, M.Sc. Health Care Management, Leiter der PKM-Akademie
Dr. med. Jan Haberkorn, Leitender Medizincontroller
Dr. Lars Schäfer, Anästhesist, Medizininformatiker und Medizincontroller
Yannick Boetzkes, Softwareentwickler und KI-Spezialist mit Schwerpunkt Schnittstellenintegration
